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Orden für Yue Zhou

12.05.2009 - MAINZ

 SCHÜLERAUSTAUSCH 17-jährige Chinesin lebt bis Juli in Mainz

(sne). "Sie hat sogar einen Fastnachtsorden bekommen, obwohl wir länger hier leben", erklärt Monika Colicelli, Gastmutter der Austauschschülerin Yue Zhou, lachend. Im September 2008 kam die siebzehnjährige Chinesin bei der Familie in Mainz an und ist heute bestens integriert. Seit dem ersten Tag, an dem sie kaum "Guten Tag" sagen konnte, sind sieben unvergessliche Monate für die Schülerin vergangen, in denen sie nicht nur gut Deutsch lernte.

Vor allem die deutsche Kultur und das Leben in Mainz, hat Yue schätzen und lieben gelernt. "An Karneval sind die Menschen echt verrückt" grinst sie. Dadurch, dass Yue alltägliches Geschehen als Neu wahrnimmt, eröffnet sie ihren Gasteltern neue Perspektiven. "Sie ist eine absolute Bereicherung! Man wird sich über alltägliche Dinge bewusst und hinterfragt Manches, was selbstverständlich scheint. Oder auch die Tatsache, dass man mal wieder gezwungen ist deutlich, langsam und somit bewusster zu reden, ist wirklich toll", berichtet Monika Colicelli. Außerdem hat Yue auch ihre eigene Kultur mitgebracht, so dass ihre Gasteltern sich freuen "zu Hause" einen ganz privaten Eindruck von China erhalten zu können.

Eigentlich sei sie nur sehr an Fremdsprachen und Europa interessiert gewesen, erklärt das Mädchen auf die Frage warum sie nach Deutschland gekommen ist. Als sie sich dann bei AFS (American Field Service) bewarb, war der Kontakt zu ihrer Gastfamilie innerhalb eines Monates hergestellt. Nun hat die junge Weltenbummlerin in Mainz schon viele Freunde gefunden und besucht die Integrierte Gesamtschule Bretzenheim. In Deutsch lernt sie langsam mit den Kindern in der fünften Klasse die Grammatik und übt Sprechen. Und in Mathe und Englisch kann sie den Altersgleichen zeigen, was sie drauf hat, da sie diese Kurse seit Halbjahresbeginn in der elften Klasse nimmt, weil der Stoff der zehnten Klasse zu einfach war.

Ihre Freizeit verbringt die Chinesin oft gemeinsam mit ihrer Gastfamilie oder Freunden. Heimweh habe sie nicht, erklärt sie etwas verschämt. Und so wird sie bis zu Abreise im Juli noch Einiges in Deutschland besichtigen und wohl nicht das letzte Mal hier gewesen sein.